Veranstaltungen und Sendungen zu Bolivien
Februar
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Wann?
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Was?
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Wo?
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11.02.
14:00 |
Fernsehreportage
Wenn Götter und Teufel tanzen - Karneval im bolivianischen
Hochland
Der ehemaligen Bergarbeiterstadt Oruru sieht
man es nicht an, dass sie heimliche Hauptstadt des Karnevals
von Bolivien ist. Der Aufputz folgt traditionellen Vorgaben.
Monatelang arbeiten die Handwerkervereinigungen der Stadt
an den Kostümen. Wichtig sind vor allem die Masken. Die
begehrteste und angesehenste Maske ist die der Diablada, eine
Teufelsmaske mit verschiedenen Tierelementen. Sie vereinigt
mehrere Mythen in sich, in denen es um die Macht der alten
Götter geht, die zur Strafe für die Menschen vier
teuflische Plagen schickten: Schlangen, Eidechsen, Kröten
und Ameisen. Erst die Erdgöttin befreite von der Qual.
Das lustvolle Ausleben des Bösen ist wichtiger Teil des
Karnevals und der Kampf des Guten gegen das Böse sein
Ziel.
Christiana Jankovics stellt den Karneval im bolivianischen
Hochland vor.
Wiederholung: 14.02. 10:30
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Phoenix |
13.02. - 21.02.
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Berlinale - Internationale Filmfestspiele Berlin
Zona Sur
Bolivien, 2009, 109 min, Spanisch, Aymara
Regie: Juan Carlos Valdivia
Darsteller: Ninon Del Castillo, Pascual Loayza, Nicolas Fernandez,
Juan Pablo Koria, Mariana Vargas
Im Unterschied zu vielen anderen Städten,
in denen die Villen der Reichen in den Bergen zu finden sind,
leben die wohlhabenden Bürger von La Paz unten, im südlichen
Bezirk der Hauptstadt. Dort verläuft das Leben ungestört
von Lärm, schlechter Luft und Hektik in großen
Häusern, die von wunderschönen Parks umgeben sind.
Es ist eine Traumwelt, eine riesige Komfortinsel, wo ganz
unterschiedliche Sphären und Realitätswahrnehmungen
nebeneinander bestehen. Zum einen leben hier Carola, die Mutter
von Patricio, Bernarda und Andrés, die reich sind und
spanisch sprechen, zum anderen die Hausangestellten Wilson
und Marcelina, die Aymara sprechen, die indigene Sprache des
bolivianischen Proletariats.
Das Drama vollzieht sich unmerklich, ohne erzähltechnische
Spitzfindigkeiten und versteckte Wendepunkte. Die Handlung
folgt dem täglichen Einerlei der Familie, bis gewisse
Ereignisse dem satten Leben ein Ende bereiten. Der Film konzentriert
sich auf die Schilderung der letzten Tage einer Familie der
Oberschicht zu einem Zeitpunkt, in dem das Land von tiefgreifenden
sozialen Umwälzungen erfasst wird.
Juan Carlos Valdivia: Meine Idee war es, mich vom aristotelischen
Dreiakter zu lösen. ZONA SUR erzählt die Geschichte
seiner Protagonisten und der Ereignisse, die eine Trägheit
ergeben, die dem Ende normalerweise vorangeht. Ich habe versucht,
eine ehrliche Geschichte zu erzählen und simple Diskurse
zu meiden. So entstand etwas, das ich eine Frankenstein-Familie
nenne, hergestellt aus Bruchstücken eigener Erfahrungen
und jener von Menschen aus meiner Umgebung, kein autobiografischer
Film, sondern ein persönlicher.
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Vorführungstermine
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18.03.
14:00 |
Diskussion
Weiter wie bisher? Bilanz des US-amerikanischen
Drogenkriegs in Lateinamerika
Risiken und Herausforderungen für die entwicklungsorientierte
Drogenpolitik Deutschlands in Lateinamerika
"The war on drugs is lost", bekannte
US-Verteidigungsminister Robert Gates. Die starke militärische
Ausrichtung der US-Drogenpolitik in Lateinamerika hat wenig
nachhaltige Erfolge in der Drogenkontrolle gezeigt. Die Sicherheitslage
hat sich in einigen lateinamerikanischen Ländern verschlechtert.
Im Gegensatz zu den USA setzt Deutschland auch auf andere
Instrumente, um in Ländern, in denen Drogenpflanzen angebaut
werden, Entwicklung und Frieden zu fördern.
Experten aus den USA, Lateinamerika und Deutschland diskutieren
über die US-Drogenpolitik für Lateinamerika, die
jeweilige Politik in den Ländern der Region und über
die Frage, ob und wie neue Ansätze von Deutschland aus
mit unterstützt werden können.
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Ibero-Amerikanisches Institut
Potsdamer Straße 37
10785 Berlin
Simón-Bolívar-Saal |
02.04.
00:45 |
Fernsehdokumentation
Der Pfad des Kriegers
Deutschland 2008
Michael N., ein angehender katholischer Priester
aus Bozen in Südtirol, ist beeindruckt von den Mitgliedern
des Jesuitenordens, die sich in Lateinamerika 'im Namen der
Wahrheit foltern und töten ließen'. 1982 geht er
als angehender Jesuiten-Missionar nach Bolivien. Sieben Jahre
später sprengt er in La Paz ein Kennedy-Denkmal und verübt
ein Attentat gegen eine Kaserne der amerikanischen Marines,
bei dem ein Soldat getötet wird. Anschließend entführt
er als Kommandant einer militanten Einheit in einer selbstmörderischen
Aktion den Chef der Coca-Cola-Niederlassung Boliviens. Michael
N. stirbt durchsiebt von den Kugeln der Polizei. Mit ihm kommen
seine Geisel und fast das ganze Kommando ums Leben.
Kaum zehn Jahre später tritt in
Europa eine neue Generation mittelständischer, gebildeter
junger Männer auf den Plan, die es bitterernst meinen
im Kampf gegen den Kapitalismus. Auch sie haben eine tiefe
religiöse Empfindung. Sie sind im Westen in unterschiedliche
islamische Glaubensgemeinschaften hineingeboren. Und sie kämpfen
als radikale Islamisten inmitten der westlichen Städte,
aus denen sie stammen.
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arte |
28.05.
19:00 |
Diskussion
Drogenpolitik in den Andenländern
Eine Pflanze die Cocapflanze
und verschiedene Verwendungsarten: traditionelles Genussmittel
oder Droge (Kokain): Coca ist ein komplexes Thema, das die
Andenländer gleichzeitig verbindet und unterscheidet:
Während Kolumbien die Hilfe der USA in Anspruch
nimmt, verweigert Evo Morales in Bolivien dem US-amerikanischen
Militär den Zugriff auf bolivianische Anbauflächen
und argumentiert zum einen mit der kulturellen Tradition der
Coca-Pflanze und zum anderen mit der Forderung nach alternativen
Einkommensmöglichkeiten für die Cocabauern. Perú
setzt verstärkt auf repressive Strategien, wobei die
Regierung auf legale und illegale polizeiliche, militärische
und paramilitärische Kräfte zurückgreift. Darüber
hinaus reicht die Drogenpolitik im Andenraum weit über
die nationale Politik hinaus und bestimmt mit ihren außenpolitischen
und wirtschaftspolitischen Implikationen die internationalen
Beziehungen Süd- und Lateinamerikas zur USA und dem Rest
der Welt.
Mit: Karl-Dieter Hoffmann
Eine Veranstaltung des Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
in Kooperation mit dem Forschungs- und Dokumentationszentrum
Chile Lateinamerika FDCL e.V.
Teilnahme frei. Anmeldung unter: global@bildungswerk-boell.de
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Mehringhof
10961 Berlin
Gneisenaustr. 2a
Versammlungsraum |
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