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Bolivien stimmt für
die neue Verfassung
Der 25. Januar 2009 dürfte als bedeutendes Datum in die Geschichte
Boliviens eingehen: An diesem Tag fanden gleich zwei große Volksabstimmungen
statt und brachten gute bis sehr gute Resultate für die Projekte
der Regierung Evo Morales. Die Abstimmung über die Verfassung fand
die Zustimmung von über 61% der Bolivianer (die genauen Endergebnisse
standen im Augenblick der Drucklegung dieser Nummer noch nicht fest),
die über die Höchstgrenze der Grundstücksflächen legte
letztere - auch im Sinne der Regierung - auf maximal 5.000 ha fest (statt
10.000, wie von einigen Großgrundbesitzern gefordert), und zwar
mit einer Zustimmungsrate von ca. 80%.
Feiern aus entgegengesetzten Motiven
Kurz vor 9 Uhr Abends trat der Präsident mit seinen engsten Mitarbeiter
auf den mit einem leuchtend roten Tuch drapierten Balkon seiner Residenz
und erklärte der versammelten Menge auf der Plaza Murillo den Sieg
in beiden Referenden. Die "sofortige Wiedergründung des bolivianischen
Staates" sei damit gegeben. Der Kampf des ganzen Volkes, besonders
der indigenen Landarbeiterbewegung, sei nicht vergeblich gewesen. Diese
sei der "am meisten ausgeschlossene, marginalisierte und gedemütigte
Sektor in der Zeit der alten Republik" gewesen, nun werde er endlich
anerkannt. "Seit 2005 bis heute schreiten wir von Triumph zu Triumph,
die Neoliberalen, die Vaterlandsverräter werden ständig geschlagen
dank der Wachsamkeit des bolivianischen Volkes," meinte der Staatschef.
Der alte Kolonialstaat sei an sein Ende gelangt, eine neue Republik beginne.
Der Neoliberalismus sei geschlagen. Heute seien die Naturschätze
für immer wiedergewonnen und "kein neuer Präsident könne
(sie) den Transnationalen versteigern und ausliefern." Heute sei
die Rente und der "Bono Juancito Pinto" (ein finanzieller Anreiz
für die Masse der ärmeren Schüler) gesichert, ebenso die
grundlegende Versorgung mit Wasser, Telefon, elektrischer Energie als
nicht dem Kommerz auszuliefernde Menschenrechte.
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(Der vollständige Artikel ist in
der aktuellen Ausgabe zu lesen.)
Críticas
a la NCPE en el tema hidrocarburos
En la Nueva Constitución Política del Estado (NCPE) se trata
el tema de los hidrocarburos en los articulos 359 a368. De acuerdo a
algunos especialistas en el tema el trato a los Recursos Naturales en
la NCPE es la parte débil del documento, se nota un aumento sustancial
en el número de artículos respecto a la Consitución
Política del estado (CPE) vigente (411 vs 234) revelando con esto
su apego a la coyuntura política, ideológica y económica
actual y caracterizada por un sentido absolutista y autoritario.
Artículo 359
I. Los hidrocarburos, cualquiera sea el estado en que se encuentren o
la forma en la que se presenten, son de propiedad inalienable e imprescriptible
del pueblo boliviano. El Estado, en nombre y representación del
pueblo boliviano, ejerce la propiedad de toda la producción de
hidrocarburos del país y es el único facultado para su comercialización.
La totalidad de los ingresos percibidos por la comercialización
de los hidrocarburos será propiedad del Estado.
II. Ningún contrato, acuerdo o convenio, de forma, directa o indirecta,
tácita o expresa, podrá vulnerar total o parcialmente lo
establecido en el presente artículo. En el caso de vulneración
los contratos serán nulos de pleno derecho y quienes los hayan
acordado, firmado, aprobado o ejecutado, cometerán delito de traición
a la patria.
Fransisco Zaratti, el ex delegado presidencial para la revisión
de la capitalización, comenta que en la NCPE (Nueva Constitución
Política del Estado) se han modificado los términos"yacimientos
de hidrocarburos" por "hidrocarburos" y "dominio"
por "propiedad". Considerando la segunda pregunta que se hizo
en el referendum vinculante del gas acerca de la recuperación de
la propiedad de todos los hidrocarburos en boca de pozo (el punto donde
comienza el transporte de los mismos) para el Estado boliviano" Zaratti
critica la ambigüedad del NCPE ya que el dia que YPFB (empresa estatal
- yacimientos petrolíferos bolivianos) quiera vender GLP producido
en planta o gas domiciliario no estaría violando este artículo
dado que ambos son hidrocarburos.
Asimimo el ingeniero petrolero, especialista en temas de hidrocarburos,
Carlos Miranda Pacheco criticó este artículo comentando
que en la línea "el Estado es el único facultado para
su comercialización" y "propietario de todos los ingresos"
habría que entender "gobierno de turno" como Estado,
que podrá disponer de esos ingresos según su mejor saber
y entender. No está claro además, como se puede "comercializar"
una propiedad que es inalienable, sinónimo de instranferible añade
Zaratti. Lo que si está muy claro en la NCPE es que los hidrocarburos
pertenecen al Estado pero se precisa de contratos de servicio que en ningún
caso pueden comprometer la propiedad estatal. La política de hidrocarburos
es prerrogativa del Estado: Articulo 360: El Estado definirá la
política de hidrocarburos, promoverá su desarrollo integral,
sustentable y equitativo, y garantizará la soberanía energética.
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(Der
vollständige Artikel ist in der aktuellen Ausgabe zu lesen.)
Ein
Adieu dem Analphabetismus
Am 20. Dezember 2008 feierte Bolivien ein großes Fest der besonderen
Art: Nach einer fast dreijährigen Kampagne ist es gelungen, das Land
vom Analphabetismus zu befreien. 96 % der Bevölkerung im Alter von
15 - 80 Jahren (die Mehrheit von ihnen zwischen 40 und 60 Jahren) können
nun lesen und schreiben, die verbleibenden 4 % sind dafür entweder
zu alt oder gesundheitliche Probleme sind dafür verantwortlich, dass
sie nicht an der Kampagne teilnehmen konnten. Pablo Quisbert, dem Koordinator
des Programms "Ja, ich kann" wies darauf hin, dass nach den
Normen der UNESCO ein Land dann als vom Analphabetismus befreit gilt,
wenn diese 96 % erreicht sind. Für Bolivien bedeutete dies, dass
über 824.000 Menschen das Programm erfolgreich durchlaufen haben.
Damit ist Bolivien Ende 2008 nach Kuba (1961) und Venezuela (2005) das
dritte Land in Lateinamerika, das diese Aufgabe gemeistert hat. Auch Länder
in der Region mit großen Volkswirtschaften, wie Chile, Argentinien
oder Brasilien haben das noch nicht geschafft.
Der lange Weg zur Alphabetisierung
Vor hundert Jahren war der Anteil der Analphabeten in Bolivien bei 85
%, das heißt, praktisch die gesamte indigene Bevölkerung hatte
keinen Zugang zur Schule. Bis 1950 war dieser Prozentsatz auf 70 %, 1976
auf 40%, 1992 auf 20% gefallen. Im Jahre 2001 waren es aber immer noch
13,3 % der Bevölkerung, die weder lesen noch schreiben konnten. Die
Alphabetisierung nach der Revolution von 1952 beschränkte sich lediglich
auf die Kinder.
Die Kampagne - Höhepunkte und Schwierigkeiten
Für die Alphabetisierung in der 33 Monate laufenden Kampagne vom
März 2006 bis Dezember 2008 waren über 50.000 "Klassen"
an insgesamt 28.458 "Alphabetisierungs-Punkten" in 327 Munizipien
gebildet worden, die über das ganze Land verteilt waren. Die Regierung
investierte dafür über 260 Millionen Bs. Diese Mittel wurden
für Transporte, Unterkunft und Verpflegung der freiwilligen Helfer
eingesetzt. Die große Mehrheit wurde in der spanischen Sprache
alphabetisiert, aber immerhin 23.888 entschieden sich für die Alphabetisierung
in Aymara und 13.599 in Quechua.
Die kubanischen und venezolanischen Helfer bildeten die Kampagnenleiter
und Supervisoren aus. Das Prozedere der kubanischen Methode bestand darin,
die Erwachsenen über ein Videoprogramm auszubilden - mit virtuellen
Lehrern, die das Alphabet unterrichten, indem Buchstaben mit Zahlen verbunden
werden. Dort wo ältere Menschen wegen Sehschwierigkeiten dem Programm
nicht folgen konnten, wurde ihnen mit Linsenpaaren geholfen - die kubanische
Regierung hatte 200.000 davon gespendet.
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(Der vollständige Artikel ist in
der aktuellen Ausgabe zu lesen.)
ATAMIRI
- Aymara als Grundlage eines vielsprachigen Übersetzungsprogramms
Eine bolivianische Antwort auf moderne Kommunikationsstrategien
In Aymara, der Sprache der Indigenen des bolivianischen und peruanischen
Hochlandes, gibt es eine grammatische Verbform für "Ich komme",
eine für "Ich komme nicht" und eine weitere für "Ich
komme vielleicht oder auch nicht." Die Aymara-Grammatik ist hochkomplex
und lässt sich in mathematische Algorithmen übersetzen. Das
macht sie zu einer hervorragenden Ausgangsbasis des multilingualen Übersetzungsprogramms
ATAMIRI (www.atamiri.cc), mit dem sich Sätze und ganze Texte elektronisch
übersetzen lassen.
Der bolivianische Ingenieur Iván Guzman de Rojas hat bereits 1979
die geniale Idee gehabt, diese besondere Eigenschaft des Aymara zum Ausgangspunkt
seines Programms zu nehmen. Iván ist Sohn des 1952 gestorbenen
bolivianischen Malers Cecilio Guzmán de Rojas, Begründer einer
indigenen Malschule und berühmt unter anderem durch sein Gemälde
Cristo Aymara, ein Christus-Portrait mit indigenen Gesichtszügen.
Immer wieder gab es Ausflüge aufs Land, in die Dörfer des Altiplano,
zum Titicaca-See. Das hat nicht nur Zugang zur Aymara-Kultur möglich
gemacht, sondern auch ein tiefes Verständnis für die Komplexität
und Ausdrucksvielfalt dieser Sprache.
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(Der vollständige Artikel ist in
der aktuellen Ausgabe zu lesen.)
Wo
Stiere und Kartoffeln tanzen
Fruchtbarkeit, Tanz und Trachten in den bolivianischen Zentralanden
Der vorliegende Artikel basiert auf einem intensiven Bibliografie-Studium
und der Analyse (teils selbst gedrehter) Video-Mitschnitte der drei autochtonen
Tanz-Ereignisse Festival de Música y Danza Compi Tauca, Festival
de Música y Danza des CDIMA und Anata Andina, wobei die angestellten
Überlegungen und Nachforschungen Teil meines Dissertationsprojekts
zum bolivianischen Tanz sind.
Alles dreht sich um die Kartoffel
Obwohl Phänomene wie Verstädterung und Landflucht auch vor Bolivien
keinen Halt gemacht haben, wird die Wirtschaft der in den Anden gelegenen
Bundesländer trotzdem nach wie vor von der Landwirtschaft dominiert.
Die Kartoffel spielt hier eine ganz zentrale Rolle; sie ist nicht nur
das wichtigste Grundnahrungsmittel der Bevölkerung, sondern auch
ein Teil der (nicht nur) rural-indigenen Identität. So ist man als
BolivianerIn generell stolz darauf, dass die Kartoffel aus der Titikaka-See-Region
stammt und es im eigenen Land etwa 200 verschiedene Arten davon gibt.
Diese Tatsache gibt allerdings auch Anlass zum Kampf gegen das Einheits-Saatgut
transnationaler Konzerne: Viele Bauern versuchen mittlerweile, alte lokale
Sorten wieder einzuführen bzw. weiter anzubauen und so zum Erhalt
der enormen Biodiversität ihres Landes beizutragen. Weißen
AusländerInnen gegenüber wird auch immer wieder ironisch bemerkt,
dass die bolivianischen Kartoffeln Europa einst vor dem Verhungern bewahrt
haben. Wie wichtig die Kartoffel für die Bevölkerung ist, lässt
sich bereits an den Essgewohnheiten der Hochland-Bevölkerung ablesen
- es gibt kaum eine Mahlzeit ohne Kartoffel und die gefriergetrockneten
Chuños sind ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil des Speisezettels.
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(Der vollständige Artikel ist in
der aktuellen Ausgabe zu lesen.)
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