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25 Jahre Bolivien-Berichterstattung
aus Berlin
Vor 35 Jahren (1972) wurde die Bolivien-Zeitschrift "Informatieblad
Bolivia" der Studien- und Aktions-Gruppe Oosterveld (SAGO) bei Antwerpen
gegründet. Ab August 1978 erschien dann das deutsche Tochterblatt
SAGO Nr.1 in Köln, das inhaltlich mehr und mehr von seinem Mutterblatt
unabhängig wurde und ab 1984 auch den deutlicheren Haupt-Titel BOLIVIA
erhielt. Dieses "wanderte" dann weiter nach Heidelberg, schließlich
- seit Nr. 39 (Nov./Dez. 1982) - übernahm eine Gruppe Berliner Bolivianer
und Bolivienfreunde die Redaktion. [s. Bolivia 118, S.3ff., nachzulesen
in www.bolivia-info.de und Bolivia 138, S.3]
Apropos Übernahme in Berlin: Eine bisher nicht gewürdigter wichtiger
Impuls für die Entwicklung des Berliner Engagements war der Auftritt
des damaligen Chefs des DED in Bolivien Gert Merrem in einer Berliner
Kirchengemeinde. Er berichtete 1972 von seiner abenteuerlichen Rettungsaktion,
in der er mit Hilfe seines Dienstflugzeugs einige von der Bánzer-Diktatur
verfolgte Gewerkschaftler aus Bolivien heraus in das damals noch freie
Chile unter Allende flog. Die menschenrechtlich gesehen untadelige Sache
hatte aber ein Nachspiel im Deutschen Bundestag: Die damalige CDU-Opposition
im Bundestag kritisierte Verschwendung von Steuergeldern und Zweckentfremdung
eines Dienstflugzeugs, während die SPD damals in der Rettung politisch
Verfolgter aus einer rechten Diktatur kein Dienstvergehen erkennen konnte.
Sollte doch in unserem Land Zivilcourage gegenüber Gewaltherrschern
eher belohnt als bestraft werden! Diese Geschichte war für den jetzt
"dienstältesten" BOLIVIA-Redakteur, der erste Anfang seines
nun also schon 35-jährigen Bolivien-Interesses und bald auch des
Schreibens über Bolivien in den damaligen Chile-Nachrichten, bis
später eine eigene Zeitschrift mit besonderem Redaktionsstamm (SAGO
BOLIVIA) die Berichterstattung fortführte.
Die anderen Tochterzeitschriften von "Informatieblad Bolivia"
- Übersetzungen ins Englische und Schwedische - existierten nur einige
Jahre. Die flämischen und französischen Versionen aus Belgien
wurden eingestellt, nachdem sich Hugo van Hoecke - Gründer und fast
alleiniger Redakteur - vor wenigen Jahren aus dem Arbeitsleben zurückgezogen
hatte.
Nun ist unsere Zeitschrift BOLIVIA eine der wenigen Ein-Land-Zeitungen
über ein Land des Südens in Deutschland und wahrscheinlich die
einzige Bolivienzeitschrift außerhalb Boliviens in der Welt. Lange
Jahre stand das Los der Zeitschrift auf der Kippe, da kaum eine Handvoll
Mitarbeiter aktiv mitwirkten. In den letzten Jahren hat sich diese Zahl
etwas stabilisiert, obwohl weiterhin frappierend wenige der in Berlin
lebenden Bolivianer von unserer Arbeit Kenntnis nehmen, geschweige denn
zuverlässig mitarbeiten. Seit Evo Morales' Wahlsieg ist das allgemeine
Interesse an Bolivien gestiegen, womit auch zunehmende Abonnentenzahlen
von BOLIVIA einhergingen.
Vorteilhaft für unsere Arbeit wirken sich seit einiger Zeit die stark
verbesserten Kommunikationsmöglichkeiten aus. So können Nachrichten
oder gar fertige Berichte schnell zu uns gelangen, Übersetzungsarbeiten
rasch organisiert werden. Auch die Verbindung unter den Redaktionsmitgliedern
zwischen den Sitzungsterminen geht heute mühelos vonstatten. Es gibt
auch einige freundschaftliche Kontakte zwischen den RedakteurInnen sowie
seit einiger Zeit ein allspätsommerliches Balkonfest!
Die Entwicklung Boliviens seit dem Beginn der MAS-Regierung vor über
eineinhalb Jahren ist trotz des klaren Wahlergebnisses stockend und widersprüchlich,
aber gerade darum ist es interessant und lohnend, diese politischen Prozesse
journalistisch zu begleiten und zu analysieren. Wir wollen das gern weiter
tun, sind aber nach wie vor auf solide Unterstützung und spürbare
Mitarbeit angewiesen!
Die Redaktion
Das
verlängerte Chaos
Oder: Die verworrenen Wege der Constituyente
Die Verfassungsgebende Versammlung
bewegte sich in den letzten Wochen einmal mehr am Rande des Abgrunds.
Radikalpositionen in allen Parteien verhinderten tragfähige Kompromisse
und die Arbeitsmoral der Delegierten ließ spürbar nach. Die
Sitzungen fanden unregelmäßig statt, häufig erschienen
die Mitglieder erst gar nicht zu den anberaumten Terminen und es kam
wiederholt zu Handgreiflichkeiten zwischen politischen Opponenten. "De
mala gana" - unwillig - verrichteten die Kollegen ihre Arbeit, charakterisierte
Román Loayza die Situation jüngst treffend. Derweil mehrten
sich täglich die Protestgruppen vor den Toren des Colegio Junín,
wo die insgesamt 21 Kommissionen tagten oder zumindest tagen sollten,
und verschafften ihren Forderungen lauthals Geltung. Ginge es nicht um
die Zukunft des Landes, man hätte dem Panorama etwas Komisches abgewinnen
können.
Nach mehrmaliger Fristenverschiebung reichten alle Kommissionen schließlich
bis zum 13 Juli ihre Abschlussberichte bei der Direktive ein. Allerdings
konnten sich nur die wenigsten auf eine einzige Fassung einigen, darunter
die "Koka-Kommission", die die Kokapflanze zum kulturellen und
schützungswürdigen Erbe des Landes erklärt sehen möchte,
und die Ausschüsse für "Andere Staatsorgane" (Otros
Órganos de Estado) und "menschliche Entwicklung" (Desarollo
Humano). In der großen Mehrheit der Gremien wurden keine Einigung
erzielt und folglich zwei Berichte verabschiedet: einen der Mehrheitsfraktion
und einen der Minderheit. Insgesamt zählte das Direktorium der Asamblea
Constituyente (AC) zu Fristende 194 einvernehmlich beschlossene neue Verfassungsartikel
plus 329 von der Mehrheit ratifizierter Vorschläge und 382 Minderheitsartikel.
Visionen und Gegenvisionen
Wie erwartet rankten sich die größten Auseinandersetzungen
der letzten Wochen um den Charakter des neuen Staates und die Ausgestaltung
der Autonomien. Zum Epizentrum des politischen Bebens, das bald in neuen
Massenprotesten seinen Ausdruck finden sollte, avancierte schließlich
die Kommission "Visión de País" (Vision des Landes).
Unter dem Argument, es gäbe keine klaren Vorgaben für die Verabschiedung
der Abschlussberichte, teilte die Mehrheitsfraktion aus MAS und Alliierten
ihre Stimmen auf und verabschiedete mit relativer Mehrheit sowohl den
Mehrheits- als auch den Minderheitsbericht in ihrem Sinne. Die Opposition
blieb derart in der Redaktion der Schlusstexte außen vor und zog
sich aus Protest aus dem Ausschuss zurück. Ziel dieses politischen
Manövers der Mehrheitspartei ist die Durchsetzung des von der MAS
vertretenen und vor allem von den indigenen Basisbewegungen geforderten
"Plurinationalen Staates" (Estado Plurinacional), der eine Anerkennung
der verschiedenen ethnischen Gruppen als eigenständige Nationen in
autonomen Regionen mit unveräußerlichen kollektiven Rechten
verfassungsmäßig festschreiben möchte und ordnungspolitisch-
trotz aller Unklarheiten, die das Konzept bereithält - wohl auf
eine Art Föderation hinauslaufen würde. An der Spitze dieses
Staates stünde eine "Plurinationale Versammlung" (Asamblea
Plurinacional), in der Vertreter der einzelnen gesellschaftlichen Gruppen
und Ethnien - auch der politischen Parteien, in denen sich die westlich
orientierten städtischen Bevölkerungsteile organisieren könnten
- zusammenkommen. Vor allem letztere, die sich in der Regel als mestizisch
oder eben bolivianisch verstehen, finden sich mehrheitlich im Entwurf
der MAS nicht wieder. Deswegen vertritt die Opposition um die traditionellen
Parteien das Konzept eines interkulturellen und dezentralen Einheitsstaates
(Estado Unitario), das "das Nationale" und die Einheit des Landes
stark betont.
...
(Der vollständige Artikel ist in
der aktuellen Ausgabe zu lesen.)
Vier
neue Richter des Obersten Gerichtshofs ernannt
Ein Verfassungskonflikt konnte nur mit Mühe vermieden werden
In letzter Minute haben sich
am 13. Juli 2007 die Senatoren des MAS (Movimiento al Socialismo) und
der Oppositionspartei PODEMOS (Poder Demokratico y Social) über die
Besetzung von vier Richterposten am Obersten Gerichtshof geeinigt. Der
Besetzung ging ein lang anhaltender Streit um die Auswahl der Richter
voraus, der sich zeitweise zu einem Konflikt über die Unabhängigkeit
der Justiz ausweitete.
Zur Geschichte des Konflikts: Als im vergangenen Jahr vier der insgesamt
zwölf Richter des Obersten Gerichtshofes aus unterschiedlichen Gründen
ihren Rücktritt einreichten berief Vizepräsident Garcia Linera
verfassungsgemäß den Nationalkongress ein, der die Richter
des Obersten Gerichtshofs wählt. Der Nationalkongress setzt sich
aus den 27 Senatoren und den 130 Mitgliedern des Parlaments zusammen.
Für die Wahl eines Richters ist eine 2/3-Merheit erforderlich, über
die die MAS im Nationalkongress nicht verfügt. In der Sitzung am
7. Dezember 2006 konnten sich Regierung und Opposition nicht über
die Neubesetzung der vakanten Richterposten einigen. Man vertagte sich
und entließ das Gericht in die Weihnachtsferien.
Um den Fortgang der laufenden Geschäftstätigkeit des Gerichts
nicht zu beeinträchtigen, veranlasste Evo Morales am 30. Dezember
2006, die vakanten Stellen interimistisch zu besetzen. Gemäß
Art. 96 der bolivianischen Verfassung steht es dem Präsidenten zu,
in einer sitzungsfreien Periode bzw. im Todesfall für eine Frist
von drei Monaten die Posten mit geeigneten Juristen zu besetzen.
...
(Der vollständige Artikel ist in
der aktuellen Ausgabe zu lesen.)
Anspruch
und Wirklichkeit
Eine Zwischenbilanz des Nationalen Entwicklungsplans
Nach etwas als 18 Monaten
seit den Zeremonien anlässlich der Machtübergabe an den ersten
indigenen Präsidenten von Bolivien, ist der Zeitpunkt gekommen, den
Nationalen Entwicklungsplan (Plan Nacional de Desarrollo, PND), der im
Juni 2006 von der Regierung von Evo Morales vorgestellt wurde, zu untersuchen
und kurz seine wichtigsten Argumentationspunkte, Strategien und Projektionen
in Erinnerung zu rufen. Einige zur Verfügung stehende Zahlen vermitteln
ein Bild von der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes in der bisherigen
Amtszeit und lassen Widersprüche zu den Plänen der Regierung
erkennen.
Der so genannte "Nationale Entwicklungsplan: Ein würdiges, souveränes,
produktives und demokratisches Bolivien für ein Gutes Leben"
enthält die Strategien, die zur Verfestigung der von der Regierung
angestrebten "Kulturellen und Demokratischen Revolution", dem
neuen Weg für Bolivianer und Bolivianerinnen, führen sollen.
Entsprechend den Richtlinien des Nationalen Planungssystems (SISPLAN)
enthält das vorgenannte Dokument sowohl die wirtschaftlichen als
auch die sozialen Aspekte und spricht außerdem in seiner Einführung
von einer kurz-, mittel- und langfristigen Anwendung. In dem folgenden
Beitrag kann lediglich ein Überblick über für die Wirtschaft
wichtigsten ökonomischen Veränderungsvorschläge gegeben
und ein allgemeiner Vergleich mit den Zahlen, die die Entwicklungen in
der bolivianischen Wirtschaft während der bisherigen Amtszeit reflektieren,
angestellt werden.
Die Linie des Plans :
"Die Zukunft aufbauen"
In den ersten Zeilen des Nationalen Entwicklungsplans wird erläutert,
wie der "neoliberale Kolonialismus", der in den letzten 20
Jahren die politische Ökonomie Boliviens bestimmt hat, die Mehrheit
der Einwohner in zunehmende Frustration, Ungleichheit, Armut und Würdelosigkeit
hineinzog. Es wird erklärt, dass die "Schrumpfung des Staates",
zusammen mit der Ankunft großer ausländischer Privatfirmen
und der Liberalisierung des Arbeitsmarktes, zu einer Reduktion der Gehälter
und Arbeitsplätze geführt hat. Die Zunahme der offenen Arbeitslosigkeit
und der informellen wirtschaftlichen Tätigkeiten - prekär und
ungeschützt - werden auf dieselben Gründe zurückgeführt.
Nach dieser Erläuterung greift der Plan das "Gute Leben"
(vivir bien) als Grundlage des neuen Entwicklungsvorschlags auf - da dieses
Konzept den originären und indigenen Kulturen Boliviens entspräche
- und unterstreicht den Unterschied zwischen der kosmozentrischen Vision
der bolivianischen Völker und der traditionellen ethnozentrischen
Vision von Entwicklung. Es wird erklärt, dass das Konzept die gemeinsame
Erfüllung der menschlichen Bedürfnisse darstellt, einschließlich
des Bedürfnisses nach Liebe, Anerkennung und sozialem Prestige; im
Gegensatz zu dem "westlichen Wohlstandskonzept", das sich auf
den Zugang zu und die Anhäufung von materiellen Gütern beschränkt.
Die Idee eines "Entwicklungsmusters", das an die Stelle aller
anderen existierenden Entwicklungsmodelle gesetzt wird, ermöglicht
die Ablösung des vorherrschenden exportorientierten Modells und bedeutet
eine "Demokratisierung" basierend auf dem Argument, dass die
sozialen Organisationen, die Landarbeiter und indigenen Völker die
legitimen Beteiligten an der demokratischen Verfassung des Landes sind.
...
(Der vollständige Artikel ist in
der aktuellen Ausgabe zu lesen.)
Sing
mir das Lied der Freiheit
Der organisierte Meinungskampf in und um Bolivien
Die "älteste Demokratie
der Welt" und die älteste Diktatur machen sich Sorgen um die
demokratischen Freiheiten auf diesem Planeten. Anfang Juli 2007 teilte
der US-amerikanische Geheimdienst DNI (Director of National Intelligence)
dem Kongress mit, dass die Länder mit der höchsten Gefahr für
die demokratische Ordnung in Lateinamerika Venezuela und Bolivien seien.
Auch in Bolivien nutze der "gewählte" Präsident seine
Macht und Popularität, um die Opposition zu unterminieren und Kontrollen
seiner Macht zu beseitigen.
Die Rolle der katholischen Kirche
Anfang Mai hatte die bolivianische katholische Kirche und das Land den
Tod des Paters Julio Tumiri, Soziologe und Ex-Parlamentarier, zu beklagen.
Er war Gründer und über 20 Jahre lang Präsident der angesehenen
Menschenrechtsorganisation Asamblea Permanente de Derechos Humanos de
Bolivia (APDHB). Trotz eigener schwerer Verfolgung und Folter kämpfte
er unter den Diktaturen standhaft für die Rechte der Bolivianer.
Um diesen unermüdlichen Verteidiger der Menschenrechte, wozu ja immer
auch die Freiheit der Meinungsäußerung und der Medien gehört,
zu ehren, rief Präsident Evo Morales eine nationale Trauer aus und
flog eigens nach Cochabamba, um bei der Totenwache des im Alter von 97
Jahren Verstorbenen und mit hohen nationalen und internationalen Ehrungen
Ausgezeichneten zugegen zu sein.
Dass die Narben jener Menschenrechtsverletzungen noch nach über dreißig
Jahren nicht verheilt und die Urheber der Schrecken noch immer nicht alle
entdeckt, geschweige denn bestraft worden sind, zeigt der Auftritt des
paraguayischen Rechtsanwaltes Martín Almada Ende Mai vor der Presse
in La Paz. Almada war als junger Schulleiter in Asunción verhaftet
worden, weil er die Demokratisierung der Schule mithilfe der Theorien
des brasilianischen Pädagogen Paolo Freire praktizieren wollte. In
dieser Situation intervenierte sogar der Innenminister des damaligen
bolivianischen Diktators Hugo Bánzer, indem er persönlich
nach Asunción reiste. Der ganze Zusammenhang dieser Kooperation
wurde erst später klar, als Almeda tonnenweise Material über
die sogenannten "Archive des Terrors" aufgespürt und dieses
im Laufe der letzten 15 Jahren ausgewertet hatte. Jetzt konnte eine alte
Hypothese belegt werden, dass der "Plan Condor" mit seinen über
100.000 Opfern in Lateinamerika nicht einen - nämlich Pinochet -
, sondern mit General Bánzer zwei verantwortliche Urheber und Exekutoren
hatte. Almeda fand die Wiedergabe einer Verordnung Bánzers darüber,
wie man "die katholische Kirche von Kommunisten", häufig
waren es einfach Oppositionelle, "säubern" müsse.
Er werde mit Hilfe der heutigen bolivianischen Behörden auch noch
das Original der Verordnung in den bisher verschlossenen außenpolitischen
und militärischen Archiven herausfinden. Für Anfang Juli kündigte
er einen Vortrag beim "V. Treffen des weltweiten Netzwerks der Intellektuellen
und Künstler in Verteidigung der Menschlichkeit" in Cochabamba
an, - Thema: Die Medienmanipulation in der Zeit der "Flüge des
Kondors".
Heute soll unter umgekehrtem Vorzeichen die katholische Kirche wieder
als Vorkämpfer für die Menschenrechte und die Pressefreiheit
instrumentalisiert werden. Der Chef des bolivianischen Presseverbands
ANP Pedro Rivero Jordán nutzte den Welttag der Pressefreiheit
Anfang Mai, um Kardinal Julio Terrazas für seine überragenden
Verdienste um die Freiheit der bolivianischen Presse und die Verteidigung
der Menschenrechte mit dem "Freiheitspreis 2007", einer Bronzestatue,
zu ehren. Bei der Gelegenheit klagte Rivero, dass die Presseorgane (von
der gegenwärtigen sozialistischen Regierung) als "Manipulatoren
der öffentlichen Meinung, als Destabilisatoren der Regierung stigmatisiert"
würden. Der oberste Kirchenmann ließ sich aber nicht so einfach
festlegen: In seiner Antwort würdigte er das Thema der Pressefreiheit
und ermahnte die Medien, Spielräume zu schaffen, damit sich die Menschen
"dieses Lebensprinzips" bewusst werden könnten, und zwar
nicht nur an einem solchen Gedenktag. Die Presse müsse stets ein
Ausdruck von Kultur sein, meinte der Kardinal.
...
(Der vollständige Artikel ist in
der aktuellen Ausgabe zu lesen.)
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