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Nach
Mesa nun der zweite Übergangspräsident
Mit der konstitutionellen "Nachwahl" von Eduardo Rodríguez
Veltzé zum neuen Präsidenten Boliviens dürfte die politische
Rolle von Carlos Mesa Gisbert ausgespielt sein. 19 Monate lang (vom Oktober
2003 bis Juni 2005) versuchte Mesa den Ritt auf dem Tiger der bolivianischen
Politik. Im März kam sein politischer Kurs deutlich ins Schlingern
und ein Scheitern konnte nicht mehr ausgeschlossen werden [s. Bolivia
141] Fehlende parlamentarische Unterstützung sowie eine enorme Massenmobilisierung
durch den MAS und die CSUTCB beendeten die Präsidentschaft Mesa.
Zum Schluss verhinderte eine Kleinigkeit Mesas letzten, staatsstreichähnlichen
Coup. Rodríguez wurde neuer Staatspräsident. Er stand als
Präsident des Obersten Gerichtshofes Boliviens in der konstitutionellen
Sukzession an letzter Stelle. Er hatte keine politischen Ambitionen, und
darum lief seine überraschende "Inthronisierung" trotz
der vorangegangenen Turbulenzen um Vaca reibungslos. Er soll ja nur als
Rechtskundiger und treuer Sachwalter den Weg zu umfassenden Neuwahlen
(einschließlich der historisch neuen Wahl von Präfekten und
der einer verfassunggebenden Versammlung) ebnen. Die Zusammensetzung seines
parteipolitisch "neutralen", aber wirtschaftspolitisch von Mitarbeitern
und Profiteuren transnationaler Energiegiganten durchsetzten Kabinetts,
lässt vorerst keinen substanziellen Wandel in der Politik erwarten.
Chronologie der Ereignisse
Drei Wochen sozialer Konflikte, massiver Mobilisationen und Blockaden
im ganzen Land brachten die Wirtschaft, den Handel, die Versorgung und
selbst den Rechtsstaat an den Rand des Zusammenbruchs.
Montag, 16. Mai: Die Proteste im Zusammenhang der Gesetze über die
fossilen Brennstoffe weiten sich auf das ganze Land aus. Der MAS beginnt
seinen Marsch von Caracollo aus und fordert jetzt die "Nationalisierung"
der Energievorkommen.
Dienstag, 17. Mai: Präsident Mesa leitet das Gesetz über das
Gas an den Kongress zurück, er legt - entgegen den Erwartungen vieler
- kein Veto gegen das die Rechtswirkung einer Nationalisierung enthaltende
Gesetz [ vergl. Bolivia 141, S. 10 f.] ein. Parlamentspräsident Hormando
Vaca Diez (MIR) verkündet es daraufhin.
Mittwoch, 18. Mai: Der Kongress tritt zusammen, um das Datum für
das Referendum über die Autonomie und die Wahl der Präfekten
festzulegen. Jaime Solares, Exekutivsekretär der COB, Roberto de
la Cruz, Chef des COR El Alto und andere drohen damit, nach der Billigung
des gesamten Gesetzesprojekts das Parlament zu stürmen. Sitzungen
werden suspendiert.
Donnerstag, 19. Mai: Santa Cruz beschließt aus eigener Vollmacht
die Einleitung des Referendums (autoconvocatoria). Der MAS und der Verband
der Nachbarschaftsräte (Federación de Juntas de Vecinos, Fejuve)
von El Alto kündigen den Einsatz von Druckmitteln ab Montag, den
23. Mai an.
Samstag, 21. Mai: Das Bürgerkomitee von Santa Cruz billigt die Einleitung
des Referendums über die Autonomie aus eigener Vollmacht.
Sonntag, 22. Mai: Die Streitkräfte erklären die höchste
Sicherheitsstufe.
Montag, 23. Mai: Die Teilnehmer des vom MAS organisierten Marsches führen
in La Paz eine öffentliche Bürgerversammlung durch und fordern
die Nationalisierung der fossilen Brennstoffe. Die Fejuve beginnt einen
zeitlich unbefristeten Generalstreik in El Alto.
Dienstag, 24. Mai: Die Bauern beginnen mit den Straßenblockaden.
Die Märsche (von etwa 40000 Menschen) "ersticken" La Paz
förmlich. El Alto setzt den Streik fort. Die kommunalen Dienste funktionieren
nur noch zur Hälfte.
Mittwoch, 25. Mai: Die Märsche fügen La Paz weiterhin großen
Schaden zu. Zwei Militärs sprechen sich für eine "militärischzivile"
Regierung aus. Eine Pause für das Fronleichnamfest und für den
Muttertag wird angekündigt.
Freitag, 27. Mai: Der Unternehmerverband fordert die Verkürzung des
Mandats von Präsident Mesa und Neuwahlen. Die Lehrer schließen
sich den Protesten an. Die Bildungsministerin María Soledad Quiroga
tritt zurück.
Dienstag, 31. Mai: Der Kongress konnte nicht zusammentreten. Parlamentspräsident
Hormando Vaca Díez (MIR) erschien nicht. Eine "irreguläre"
Sitzung des Parlaments forderte seinen Rücktritt. Der Marsch der
Bürger von El Alto Richtung La Paz verbreitete in La Paz Panik wegen
des Vandalismus von Bauern und Studenten der UPEA.
Mittwoch, 1. Juni: Den Parlamentariern gelingt ein erstes Abkommen, um
die Agenden zum Referendum und zur Verfassunggebenden Versammlung zu koordinieren.
In La Paz werden die Proteste fortgesetzt und "Nachbarn mit Krawatten"
werden zu Opfern von Attacken. Ein Polizeirevier versucht zu meutern,
und in Santa Cruz werden Landarbeiter von der "Cruceñistischen
Jugend" angegriffen.
Donnerstag, 2. Juni: Der Kongress kann nicht zusammentreten. Der MAS verhindert,
dass die Sitzung in La Paz eröffnet werden kann und Hunderte von
Marschierern nähern sich dem Parlament. Die Polizei hilft den Parlamentariern
zu entkommen, und Mesa ruft per Dekret zur Wahl der Verfassunggebenden
Versammlung und zum Referendum am 16. Oktober auf.
Freitag, 3. Juni: Die Kirche ruft zum Dialog der verantwortlichen Kräfte
(poderes) auf. Der Brennstoff beginnt knapp zu werden. Die Bürger
der Nachbarschaftsvereinigungen blockieren die Erdölraffinerie von
Senkata/El Alto. Der Minister für wirtschaftliche Entwicklung Wálter
Kreidler tritt zurück.
Samstag, 4. Juni: Verkürzung des Präsidentenmandats und Wahlen
sind die Möglichkeiten, die die Kirche bei ihrem Treffen mit politischen
und sozialen Gruppierungen analysiert. Im Landes gibt es bereits 55 Blockadepunkte.
Sonntag, 5. Juni: Die Kirche fordert eine Pause, um eine politische Lösung
für den Konflikt zu finden. El Alto radikalisiert sich und La Paz
ist eingeschlossen. Mesa eilt zum Dialog. Im Chapare beginnt die Blockade.
Montag, 6. Juni: Carlos Mesa tritt zurück. Die gewalttätigen
Proteste gehen weiter. Evo Morales fordert Neuwahlen.
Dienstag, 7. Juni: Vaca Diez bringt ein Abkommen zustande, um die Nachfolge
von Mesa anzutreten. Die Abgeordneten werden zum Kongress einberufen,
diesmal geht es aus Sicherheitsgründen nach Sucre. Bergarbeiter kommen
bewaffnet. Mesa fordert Vaca Diez über das Fernsehen auf, auf die
Nachfolge im Präsidentenamt zu verzichten, und die Bauern nehmen
im Norden von Santa Cruz sieben Bohrlöcher ein.
Mittwoch, 8. Juni: Die Kirche gibt bekannt, dass die am "Dialog"
beteiligten Gruppen Wahlen fordern. Die Bürger von El Alto schaffen
ihre eigene "Volksversammlung" (asamblea popular).
Donnerstag, 9. Juni: El Alto hält seine Blockaden aufrecht. 14.000
Soldaten werden in Bewegung gesetzt, um Gefahren abzuwehren und die konstitutionelle
Ordnung zu garantieren. Der Tod eines Bergarbeiters (Juan Carlos Coro)
in Sucre zwingt Vaca Diaz, auf die Sukzession im Präsidentenamt zu
verzichten. Eduardo Rodríguez Veltzé wird zum Präsidenten
gewählt.
...
(Der vollständige Artikel ist in
der aktuellen Ausgabe zu lesen.)
Divide
et Impera Die Rolle der Autonomiebewegung in den jüngsten
Konflikten
Auch in den letzten Auseinandersetzungen spielte die Autonomiebewegung
unter Führung des Comité Pro Santa Cruz eine gewichtige Rolle.
Vor allem der Boykott des Parlamentes durch die Abgeordneten der östlichen
Departments, der "parlamentarische Arm" der Bewegung, hat entscheidend
zur Verschärfung der sozialen Konflikte beigetragen. Gleiches gilt
für die unnachgiebige Haltung des Comités, das von seiner
Forderung nach Ratifizierung des Autonomiereferendums für den zwölften
August, parallel zu den Präfektenwahlen, nicht abrückte. Nachdem
der Plan gescheitert war, den konservativen Senator für Santa Cruz
Hormando Vaca Díez ins Präsidentenamt zu hieven, kehrten die
Autonomisten zu einer schon vorher entworfenen Strategie zurück:
das Referendum soll in Eigenregie durchgeführt werden.
Rebellische Regionen
Erst streikte Tarija. Dort versuchte das lokale Bürgerkomitee durchzusetzen,
dass die Stadt zum Sitz von YPFB werde.1 Nach einigen Tagen mit Straßenblockaden
und Besetzung von öffentlichen Institutionen handelte eine Regierungsdelegation
mit den tarijeñer Bürgervertretern einen Kompromiss aus, der
in Form eines präsidentiellen Dekretes Gestalt annahm. Demzufolge
soll Tarija Sitz der "Superintendanz für Kohlenwasserstoffe"
und als bevorzugter Standort von YPFB behandelt werden. Außerdem
wird die Straße zwischen Tarija und Villamontes, an der Grenze
zu Argentinien, ausgebaut. Wahrscheinlich hätte man diesen Konflikt
als unwichtigen Nebenschauplatz abgehakt, wäre da nicht das zeitgleich
vom großen Bruder' Santa Cruz vehement vorangetriebene Autonomieprojekt.
Die cruceñer Autonomisten nämlich, hatten seit Anfang des
Jahres über 300.000 Unterschriften gesammelt, um die Durchführung
einer Volksbefragung zu den regionalen Autonomien qua Bürgerinitiative
zu erreichen. Nach Ansicht des in der Autonomiefrage führenden Comité
Pro Santa Cruz soll dieses Referendum zusammen mit den Präfektenwahlen
am 12. August dieses Jahres stattfinden. Der mit der Prüfung des
Antrages beauftragte Wahlgerichtshof beschied der Initiative Rechtsgültigkeit.
Das Parlament, das der Verfassung nach über die Modalitäten
der Volksbefragung zu entscheiden hat, konnte sich jedoch nicht auf ein
konkretes Ausführungsdatum einigen.
Verärgert über die Verschleppung' ihrer Forderung im Parlament,
beschloss die während des Cabildo vom 28. Januar ins Leben gerufene
"Präautonomieversammlung" (Asamblea Preautonómica),
sich für den Fall einer weiteren Hinauszögerung der Entscheidung
ein "Selbsteinberufungsrecht" zu zusprechen. Einen Tag später
entschied die "Versammlung der Cruceñidad", das Plenum
des Komitees, dem Kongress eine Frist von 48 h einzuräumen, um das
Referendum dingfest zu machen. Bei einer weiteren Verzögerung werde
man es am 12. August in Eigenregie durchführen. Und so kam es. Das
Parlament fand keinen Beschluss und am 14.05 erteilte das Comité
der Präautonomieversammlung das Mandat, die Volksbefragung auf eigene
Faust zu initiieren.
Unterdessen schlitterte das Land in eine der schlimmsten politischen Krisen
seiner demokratischen Geschichte. Am 18. Mai verabschiedete Hormando
Vaca Díez in seiner Funktion als Kongresspräsident das neue
Energiegesetz. Zu diesem Zeitpunkt tobte bereits im ganzen Land der Sturm
des sozialen Protestes.
...
(Der vollständige Artikel
ist in der aktuellen Ausgabe zu lesen.)
Abwasser
marsch! Die Verschmutzung von Flüssen und Seen nimmt immer
bedrohlichere Ausmaße an
Viele Flüsse in Bolivien sind hochgradig verschmutzt. Im Departement
Santa Cruz sind es vor allem die Flüsse Piraí, Grande, Yapacani,
Parapety, San Julián und Iténez. Ebenso der Fluss Pilcomayo
in den Departements Chuquisaca, Potosí und Tarija. Selbst der Titicacasee,
bleibt nicht verschont. Ein Blick auf die Böden und die an den Ufern
lebenden Personen ist erschreckend. Warum sind all diese Gewässer
so stark verschmutzt? Wer sind die Verursacher?
Zerstörung durch Agrarchemie
Eine Untersuchung der Zeitung La Razón1 ergab, dass die Giftstoffe
aus den Abfällen El Altos und Viachas über die Zuflüsse
Sek'e, Seco und Hernani in den Titicacasee gelangen. Alle drei reißen
Haus- und Industriemüll mit sich, darunter kanzerogene Schwermetalle
wie Chrom, Eisen, Blei und Kupfer. An den Ufern des Sees setzen sich die
Schwebstoffe als Ablagerungen fest und verstärken die Sedimentation
des Sees. In Pucarani wurden bereits Messungen durchgeführt, um die
Verschmutzung des Titicacasees zu kontrollieren. Kampagnen für Sauberkeit,
gerichtet an die Dorfbewohner der angrenzenden Regionen, wurden organisiert.
Jetzt wird daran gearbeitet, diese Maßnahmen auf El Alto auszuweiten.
Der Titicacasee ist immerhin touristisch erschlossen. Anders sieht die
Situation verschiedener Flüsse aus.
In einem Schreiben des Ausschusses für Ressourcen und Umwelt der
Präfektur Santa Cruz von 2004 wird berichtet, dass Giftmüll
aus ca. 300 Fabriken der Industrieparks aus Santa Cruz und Warnes in die
Flüsse geleitet wird. Die Wasserqualität des Flusses Piraí
ist Besorgnis erregend. Das Wasser hat eine Wasserqualität von D
(sehr schlecht), das bedeutet, dass ausschließlich durch eine chemische
Aufbereitung das Wasser wieder nutzbar gemacht werden könnte. Es
lässt sich eine hohe Konzentration von organischen Schwebstoffen
(Fäkalien) feststellen, wodurch unter anderem Durchfallerkrankungen
verursacht werden. Auch die Flüsse Río Grande und Iténez
gleichen einer Müllhalde. Agrarchemikalien die doch eigentlich "nur"
auf den Sojaanbaufeldern verteilt wurden, werden plötzlich auch in
den Flüssen gefunden. Durch den natürlichen Wasserkreislauf
gelangen die Chemikalien von den Feldern in die Flüsse. Giftig sind
die Chemikalien nicht nur für Blattläuse und anderen Parasiten,
die sich auf den Sojapflanzen niederlassen könnten, sondern auch
für die Fische in den Flüssen, so dass durch die Chemikalien
ein Fischsterben bewirkt wird. So wird die zum Teil noch letzte Erwerbsquelle
der in den ufernahen Gebieten lebenden Bevölkerung zerstört.
...
(Der vollständige Artikel
ist in der aktuellen Ausgabe zu lesen.)
Heiraten
in Bolivien Zwischen Aimara-Traditionen und europäischen Bräuchen
mit Schleier und Schleppe
Heiraten gehört zu den herausragendsten Ereignissen im Leben eines
jungen Paares. Das ist in Bolivien nicht viel anders als in unseren europäischen
Breitengraden. Eine klassische Hochzeit mit "Schleier und Schleppe"
ist "hüben wie drüben" der "Traum jeder Braut".
Die religiöse Zeremonie im vorwiegend katholischen Bolivien (über
80 % der Bevölkerung sind katholisch; Protestanten bilden mit etwa
10 % eine Minderheit) wird ähnlich wie bei uns zelebriert. Und die
Farbe "Weiß" einer Braut am Tage ihrer Trauung steht auch
im Andenland als Symbol für "jungfräuliche Unschuld und
Reinheit". Viele Bräuche, die sich in Bolivien um die Gestaltung
des "schönsten Tages des Lebens" ranken, ähneln denen
in Europa. Es gibt im Hochland der Anden rund um Hochzeitsgepflogenheiten
aber auch manch Kuriosum und andere reizvolle Sitten, von denen im zweiten
Teil dieses Berichtes die Rede sein soll.
Zu Beginn aber eine Schilderung, auf welche Weise die indigenen Hochlandbewohner
nach überliefertem Brauchtum Hochzeit auf dem "Altiplano"
halten. Fernab aller Städte und christlich-religiösem Gedankengut
zelebrieren die Nachfahren der Aimara hier alte Bräuche, die die
Wertvorstellungen ihres andinen Kosmos in Verbundenheit mit den Mächten
der Natur widerspiegeln. Dem Klerus sind die "paganen" Hochzeitsriten
der Ethnien ein Dorn im Auge. Ungeachtet dessen halten sie an ihren Traditionen
fest. Denn diese Bräuche sind Teil ihrer Geschichte und Bewahrer
traditioneller Identität. - Global aber darf gesagt werden: Heiraten
zählt auch bei den Aimaras auf dem "Altiplano" zu den
herausragensten Ereignissen im Leben eines jungen Paares.
Hochzeit auf dem "Altiplano": Heiraten nach traditionellen Aimara-Riten
"Queremos estar completos" - Wir möchten "komplett"
sein, anerkannt sein von unserer Dorfgemeinde und heiraten nach den Bräuchen
unserer Väter", wünscht sich das junge Paar. Braut und
Bräutigam haben bereits acht Jahre "zur Probe" miteinander
gelebt. "Sirvinakuy sagt man dazu auf Quechua. Fidel Tórrez
Jiménez (in Aimara "Paqatiti", "Adler-Katze"
genannt) und Emiliana Rojas, genannt "Qhana Uma" - "Klares
Wasser" -, haben drei Kinder miteinander.
(Mit "Sirvinakuy" entschließt sich ein junges Paar, das
eine Probeehe miteinander eingehen möchte, zum ernsthaften "Einander-Dienen".
Diese - nach unserem Verständnis "wilde Ehe" - kann über
Jahre dauern und es ist normal, dass aus einer solch vorehelichen Verbindung
Kinder hervorgehen. "Sirvinakuy" ist in der sozialen Struktur
von Aymara- und Quechua-Ethnien tief verwurzelt und geht - besonders zum
Missfallen der katholischen Kirche - traditionell einer offiziellen Eheschließung
voraus.
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(Der vollständige Artikel ist in
der aktuellen Ausgabe zu lesen.)
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