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Auszüge aus den Beiträgen
Wahlen
2002 - Quo vadis Bolivia?
Die politischen Situation , die das Land durchlebt,
wird von der wirtschaftliche und sozialen Entwicklung der letzten Jahre
geprägt und findet nun auch ihren Nieder-schlag in den Wahlergebnissen
des Jahres 2002 - in einer Welt auf dem Weg zur Globalisierung, wo sich
bereits alles nach den kontrollierenden Maßstäben und den Interessen
der selbsternannten Weltpolizei USA richtet oder richten wird. Es gibt
177 Jahre nach der Entstehung der Republik eine dramatische Veränderung
im politischen Leben des Landes.
Auszählung der Stimmen
Wie schon in der letzten Ausgabe dieser Zeitschrift angedeutet, waren
Überraschun-gen und vor allem ein prinzipieller Wechsel in den politischen
und traditionellen Strukturen ein Kennzeichen dieser Wahlen. Die unglaubliche
Zustimmung, die der MAS in den Umfragen erhielt, rief bei einigen Leuten
Kopfschmerzen hervor, beson-ders den Widerspruch von Personen wie dem
US-Botschafter Rocha, der ausgerech-net zwei Tage vor den Wahlen dem bolivianischen
Volk in einer offiziellen Erklärung "anriet" , nicht den
MAS zu wählen, weil das sonst ernsthafte Probleme für die Mög-lichkeiten
der Entwicklungshilfe vonseiten der USA und für die internationalen
Be-ziehungen Boliviens nach sich zöge.
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Bauernsandalen im Parlament
Der lange und schwere Weg zur Selbstvertretung der Ausgeschlossenen
Bei den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen Ende
Juni diesen Jahres hat die "Bewegung zum Sozialismus" (Movimiento
al Socialismo - MAS) des Cocabauern-Führers und Aymaras Evo Morales
Ayma überraschend den zweiten Platz belegt und 35 Abgeordnete erreicht.
Die vom Aymara-Führer Felipe Quispe angeführte "Indige-ne
Bewegung Pachakuti" (Movimiento Indígena Pachakuti - MIP)
ihrerseits hat sechs Sitze errungen, so dass die beiden indigenistischen
Parteien zusammen auf 41 Sitze kommen, was 26 % der bolivianischen Abgeordneten
entspricht.
Während der ungewohnte Geruch von gekauter Coca und der Klang der
Reden in Aymara und Quechua das Abgeordnetenhaus eingenommen haben, breitet
sich in den größeren bolivianischen Städten ein Gefühl
der Angst und Unsicherheit aus. Der Grund hierfür ist das grundlegend
veränderte Machtgefüge, welches die Wahlurnen hervorgebracht
haben, denn der zweite Platz bedeutet nach bolivianischem Wahlrecht theoretisch
die Möglichkeit, die Regierung zu bilden. Voraussetzung hierfür
allerdings ist eine Stimmenmehrheit im Abgeordnetenhaus.
Dieses Angstgefühl lässt sich in Zahlen ausdrücken: Wegen
des Misstrauens der oberen Mittelschicht und Oberschicht des Landes in
eine mögliche MAS-Regierung unter Evo Morales wurden bis Ende Juli
etwa 350 Millionen US-Dollar von den Banken abgezogen. Das Misstrauen
begründet sich auf zweierlei Aspekten. Zum Einen ist es die Vorstellung
einer indigenen Regierung selbst, denn dies galt bisher im mehrheitlich
von Indigenas bewohnten Bolivien noch immer als unvorstellbar. Zum Anderen
ist es die Tatsache, dass Evo Morales von der US-Botschaft explizit zum
Feind erklärt wurde und somit die Unterstützung des großen
Bruders aus dem Nor-den in Frage gestellt wäre.
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"Goni" zum zweiten
- die Spielräume für Reformen sind eng
Diese Wahl hatte zwei Hauptdarsteller. Einerseits steht
natürlich der Sieger im Vor-dergrund: Gonzalo Sánchez de Lozada,
der es trotz wenig ermutigender Prognosen doch wieder auf den Präsidentensessel
geschafft hat. Der spektakulärste Auftritt auf der Wahlbühne
aber blieb dem Zweitplatzierten überlassen: Evo Morales, der sensa-tionell
mit einem Abstand von nicht einmal 1000 Stimmen den Favoriten Manfred
Reyes Villa auf den dritten Platz verwiesen hatte.
Nun also Sánchez de Lozada zum zweiten: Was ist von seiner Präsidentschaft
bis ins Jahr 2007 zu erwarten? Für eine so Aufsehen erregende Reformpolitik
wie von 1993 bis 1997 fehlt diesmal die Aufbruchstimmung und es fehlen
die richtigen politischen Partner. Ob "Goni" doch an die participación
popular und an die Bildungsreform von damals anknüpfen wird? Mit
Guillermo Justiniano hat Sánchez de Lozada einen seiner Vertrauten
aus der ersten Präsidentschaft wieder im Kabinett an seiner Seite.
Auch Vizepräsident Carlos Mesa steht für das liberale Profil,
das die erste Regierung Sánchez de Lozada wirtschafts- wie gesellschaftspolitisch
geprägt hat. Der Präsident muss sich allerdings damit auseinandersetzen,
dass die liberale Wirtschaftspolitik, die er selbst wesentlich mit gestaltet
hat, in keiner Weise die versprochenen Ergebnisse gebracht hat. Der Wahlerfolg
des Protestlagers kommt nicht von ungefähr. Dieser Teil der Erbschaft
seiner Reformpolitik aus der Zeit 1993 bis 1997 ist nicht gerade vorzeigbar
, und von neuen wirtschaftpolitischen Ideen war bislang noch nichts zu
hören.
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Los indígenas segundos
en las elecciones presidenciales de Bolivia
Nadie había contado con ésta sorpresa, ni los asesores
extranjeros del candidato empresarial. El 30 de junio último, día
de las elecciones presidenciales de Bolivia, los resultados preliminares
muestran que el movimiento indigenista MAS le sigue de cerca al partido
tradicionalista MNR. El primero guiado por el indigenista aymara Evo Morales
Aima, y el segundo por el empresario Goni Sanchez de Lozada que años
atras fuera presidente de Bolivia.
Parlamento con traducción simultánea de castellano, quechua
y aymara
Nunca en la historia de Bolivia, mucho menos en su historia colonial se
dio el caso de que los indígenas recibieran traducción del
castellano a sus idiomas nativos: queschua y aymara. Y es que es por primera
vez que los nativos obtienen representación masiva en el parlamento.
Los debates en el parlamento siempre fueron y son, hasta ahora, en el
idioma castellano.
El MAS tendrá 30 parlamentarios, una buena cantidad de ellos serán
queschuas y aymarás que dominan más sus idiomas. Evo Morales
anticipó que no sesionarán si no existe una traducción
simultánea. También adelantó que ese día jurarán
por la constitución y la pachamama, la diosa de la tierra del mundo
andino. . A partir del 6 de agosto, dia de recono-cimiento oficial de
parlamentarios y día de la independencia republi-cana, las costumbres
coloniales mantenidas serán cruzadas por las precolombinas, según
la opinión de uno de sus representantes.
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El Gas boliviano
En contra de quién corre el tiempo a la hora de hablar de la Exportación
de Gas?
Muchos años la industria boliviana estuvo
subvencionada por el Estado. Hoy en día después de varias
reesctructuraciones político-económicas las empresas industriales
enfrentan varios desafíos: subsistir sin protección ni subvención
estatal, modernizarse para ser competitivas y, finalmente, integrarse
al sistema económico para satisfacer las necesidades internas y
proyectarse hacia el mercado internacional.
Bolivia depende cada vez menos de la cooperación
y su balanza de pagos es en cont-ra. La opción son las inversiones
seguras. Que hacer con las reservas? Qué hacer con el gas que hay
en Bolivia? Este energético podría ser la fuente de viabilidad
del país en este siglo según algunos políticos bolivianos.
El desarrollo del país tiene dos limitaciones
importantes en la perspectiva inmediata: las inversiones y el déficit
estructural de la balanza de pagos del país. Bolivia depen-dió
durante buena parte del proceso democrático de la cooperación
internacional para el desarrollo. En algún momento llegó
a ser el 55% de sus ingresos.
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